Gartenteich reinigen: Tipps für jede Jahreszeit

Die Pflege des Teiches: So erhalten Sie die Wasserqualität! ✅ Tiere ✅ Pflanzen ✅ Hier mehr lesen!

Anke Fröhlich
Von Anke Fröhlich
6 Lesezeit
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Bye-bye Algen: Ein gepflegter Garten mit einem sauberen Teich erhöht nicht nur die Wohnqualität. Vielmehr signalisieren Sie Ihren Gästen, dass Sie sich um Ihr Eigentum kümmern und all die Pflanzen, Möbel und Bewohner hegen und pflegen.

Durch die regelmäßige Reinigung des Gartenteiches halten Sie zudem sein biologisches Gleichgewicht aufrecht. So bewahren Sie eine hohe Wasserqualität, die den Fischen und Insekten optimale Lebensbedingungen bietet. 

Ihre Aufgabe besteht zum Beispiel darin, den Nährstoffgehalt des Teichwassers zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. So vermeiden Sie, dass sich Algen bilden und der Sauerstoffgehalt im Wasser sinkt.

Doch welche Tipps und Tricks sollten Gartenteich-Besitzer beherzigen? Und wie gelingt es über das Jahr hinweg, den Teich zu reinigen? 

Gartenteich reinigen
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Das biologische Gleichgewicht: Tipps für Gartenteich-Besitzer 

  1. Die Planung eines Teiches kann sich als Herausforderung erweisen. Achten Sie darauf, dass die Flachwasserzone groß genug ausfällt. Denn diese dient als biologische Kläranlage. Sie enthält Sumpfpflanzen, die das Wasser filtern. 
  2. Ein schöner Gartenteich bildet das Highlight eines jeden Privatgartens. Wichtig ist, dass der Teich teilweise im Schatten liegt. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sich das Wasser zu sehr erwärmt. 
  3. Legen Sie den Teich groß genug an. Als optimal gelten Teichgrößen zwischen 10 und 15 Quadratmetern. Schließlich soll ein biologisches Gleichgewicht bestehen. Fällt die Wassermenge jedoch zu gering aus, ist es nahezu unmöglich, dieses aufrechtzuerhalten. 
  4. Setzen Sie auf hochwertige und effektive Reinigungsgeräte wie einen Teichschlammsauger. Auf diese Weise sparen Sie nicht nur wertvolle Zeit. Vielmehr unterstützt Sie das Gerät dabei, den Teich gründlich zu reinigen. 

Ein Teich kippt: Was bedeutet das? 

Reichern sich zu viele Nährstoffe im Wasser an, kippt der Gartenteich. Die Eutrophie lässt sich in der Regel auf einen starken Algenwuchs zurückführen. 

Die Algen verbrauchen Sauerstoff, sodass die Sauerstoffkonzentration im Wasser sinkt. In der Folge sterben zunächst die Pflanzen und Tiere, bevor auch die Algen zugrunde gehen. 

Frühjahrsputz: den Gartenteich im Frühling reinigen 

Zu Beginn des Jahres sollte der Gartenteich gründlich gereinigt werden. Überprüfen Sie außerdem, ob der Winter Spuren hinterlassen hat. So kann Eis zum Beispiel Schäden begünstigen. Experten raten dazu, den Gartenteich erst zu reinigen, wenn das Wasser eine Temperatur von 12 Grad Celsius erreicht.

Eliminieren Sie zunächst abgestorbene Pflanzenteile und Blätter. Dafür verwenden Sie einen praktischen Kescher. 

Die Schlammschicht am Boden entfernen Sie mit einem Schlammsauger mit einem Sieb. Der Schlamm fällt nährstoffreich aus und fördert das Algenwachstum. Gleichzeitig enthält die Schlammschicht Giftstoffe, die sich negativ auf die Wasserqualität und den Geruch des Teiches auswirken können. 

Pumpen Sie einen Großteil des Wassers ab und verwenden Sie den Schlammsauger. Wichtig ist, dass dieser über ein Sieb verfügt, damit keine Lebewesen wie Teichfische eingesaugt werden. Mit einem Dampfstrahler reinigen Sie anschließend das Ufer. 

Ein Tipp: Der Schlamm kann auf den Kompost gegeben oder als Dünger im Garten eingesetzt werden. Insbesondere Obstbäume gedeihen mit dem organischen Dünger hervorragend. 

Weiterhin überprüfen Sie die Teichpumpe und den Filter auf Beschädigungen. Bei einigen Geräten kann der Austausch der Lampe erforderlich sein. Die Filteranlage besteht in der Regel aus mehreren Filterkammern, die vorsichtig gereinigt werden sollten. 

Sommerfeeling im eigenen Garten: Teichpflege im Sommer

Im Sommer erwärmt sich das Wasser im Teich, sodass Algen prächtig gedeihen. Aus diesem Grund sollten Sie die Wasserqualität mit einem Tröpfchentest oder Teststäbchen regelmäßig kontrollieren. Der pH-Wert sollte 7 oder 8 betragen. 

Durch die Hitze verdampft das Wasser obendrein. Füllen Sie den Teich langsam auf, um die Bewohner nicht zu erschrecken. Verfügt Ihr Teich über Pflanzen, die schnell wachsen, sollten diese zurückgeschnitten werden. Bei Bedarf kann der Schlammsauger eingesetzt werden. 

Den Teich auf den Winter vorbereiten: Gartenpflege im Herbst 

Im Herbst sinken die Temperaturen. Versehen Sie den Gartenteich am besten mit einem Laubschutznetz und entfernen Sie die Teichpumpe und den Filter. Nach der Reinigung beider Elemente können diese eingelagert werden. 

Ausschlaggebend ist, dass weder die Pumpe noch der Filter in zu feuchten Räumen aufbewahrt werden. Denn dies kann zu Schäden führen und kostspielige Neukäufe begünstigen. 

Die Pflanzen, die nicht winterhart sind, sollten entfernt werden und an einem geschützten Ort überwintern. Sinkt die Wassertemperatur unter 12 Grad Celsius, müssen Sie die Fische im Teich nicht länger füttern. 

Gartenpflege im Winter 

Zugegeben: Im Winter verbringen Sie kaum Zeit im Garten. Doch aufgepasst! Denn Ihr Teich erfordert auch in den kalten Monaten Ihre Aufmerksamkeit. So gilt es, den Schnee auf dem Laubschutznetz zu entfernen. Andernfalls gelangt zu wenig Licht zu den Fischen. 

Weist Ihr Teich eine geringe Tiefe auf, lassen Sie die Fische an einem anderen Ort überwintern. So umgehen Sie die Gefahr, dass der Teich samt Lebewesen einfriert. Dies gilt für Gartenteiche mit einer Tiefe unter einem Meter. 

Das Fazit – So erfreuen Sie sich das ganze Jahr über an Ihrem Teich

Ein Teich wertet Ihren Garten optisch auf und bietet Tieren wie Vögeln die Möglichkeit, Flüssigkeit aufzunehmen, zu brüten oder eine Rast einzulegen. Mit den passenden Tipps und Tricks gelingt es Ihnen zu jeder Jahreszeit, die Wasserqualität zu erhalten. Wichtig ist, dass Sie auf hochwertige Geräte wie einen Schlammsauger setzen und die Reinigung regelmäßig durchführen. 

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Anke Fröhlich studierte 2014-2018 Innenarchitektur an der Fachhochschule Trier und absolvierte ihr Studium als Diplom Ingenieur Innenarchitektin. Sie verbringt Zeit gerne damit, sich durch den Besuch von Möbel- und Designausstellungen inspirieren zu lassen, die Welt zu bereisen und verschiedene Stile und Kulturen zu erkunden.
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