Der Pool im eigenen Garten: Wie moderne Wasserflächen Ihren Gartenzum Lebensraum erweitern

Anke Fröhlich
5 Lesezeit

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Die Gärten haben sich in den letzten Jahren gewandelt. Hatten sie früher hauptsächlich die Funktion von Grünflächen oder Nutzgärten, so werden sie heutzutage mehr und mehr zu einem Teil des Wohnraums gezählt. Terrassen, Freiluftküchen, Lounge-Bereiche und Wasserflächen sind inzwischen gängige Elemente der Gestaltung, die dem Außenbereich Funktion und Schönheit verleihen.
Ein Schwimmteich oder Pool im Garten ist heute schon lange kein Wunschtraum mehr. Für viele Hausbesitzer gehört eine Wasserfläche heute zu den grundlegenden Elementen der modernen Gartengestaltung.

Gestaltung des Gartens als zusätzlicher Lebensraum

Die Wohntrends zeigen seit Jahren eine Entwicklung hin zu multifunktionalen Lebensräumen im Freien. Architekten und Landschaftsgestalter sprechen dabei gerne von sogenannten Outdoor-Living-Konzepten, die Komfort, Design und Freizeitgestaltung im eigenen Garten verbinden.
Grillstationen und Terrassenmöbel, Lichtsysteme und überdachte Sitzbereiche sorgen dafür, dass der Garten länger als bisher im Jahr genutzt werden kann. Wasserflächen schließen sich dieser Gestaltung an und liefern einen Entspannungsort gleich mit. Ein Pool kann verschiedene Zwecke haben, er dient der Erholung und sportlichen Bewegung und verändert das Klima des ganzen Gartens.

Gestaltungsspielräume für Wasserflächen


Die Planung eines Pools im Garten ist nicht einfach. Lage und Ausmaß, Form und Größe müssen zum Grundstück und zur Architektur des Hauses passen. Die modernen Planungen haben daher mehrere Faktoren gleichzeitig im Auge.
So sind z. B. Poolflächen oft mit Terrassen oder Holzdecks verbunden, so daß sich Übergänge zwischen Wasserflächen, Sitzplätzen und Gartenlandschaft ergeben. Hierzu werden dann unterschiedliche Materialien, z. B. Naturstein oder Holz, verwendet, damit ein einheitliches Erscheinungsbild entsteht.
Auch die Bepflanzung kann zur Strukturierung des Bereiches dienen. Zielgerechte Anpflanzung von Sträuchern, kleinen Bäumen und Gräsern kann gleichsam Sichtschutz bieten und eine natürliche Umgebung schaffen. Wer sich einmal mit dem Gedanken getragen hat, sich einen Gartenpool anzuschaffen, denkt dabei ganz sicher sowohl an die Funktion als auch an die Gestaltung.


Technische Entwicklungen im Poolbau


In den letzten Jahren hat sich die Technik der modernen Pools sehr weiterentwickelt. Neue Filteranlagen, energiesparende Pumpen und automatisierte Steuerungen kommen dem Nutzer bei Pflege und Betrieb der Anlagen entgegen.
Die meisten Pools arbeiten heute mit eingebauten Filtersystemen, die eine kontinuierliche Reinigung des Wassers ermöglichen und den Einsatz von Chemikalien auf ein Minimum reduzieren. Diese Systeme verbessern die Wasserqualität und erleichtern die Wartung.
Natürlich spielt auch die Sicherheit für die gesamte Familie eine große Rolle. Abdeckungen, Alarmsysteme und rutschfeste Materialien werden zu einem unbeschwerten Vergnügen beim Gebrauch des Pools beitragen.
Nicht zu vergessen ist die Energieeinsparung. Wärmepumpen oder Solarsysteme verringern den Energiebedarf auch bei der Beheizung des Wasser.


Planung und rechtliche Rahmenbedingungen

Bevor der Bau eines Pools in Angriff genommen wird, sollte der zukünftige Besitzer mehrere organisatorische Fragen klären. In einigen Gebieten können baurechtliche Bestimmungen zu beachten sein, etwa bezüglich der Abstände zum Nachbargrundstück oder der Größe der Anlage.

Die Beschaffenheit des Bodens spielt ebenfalls eine Rolle. Je nach Untergrund können verschiedene Bauweisen notwendig sein. Fachbetriebe machen in der Regel vor Beginn der Arbeiten eine Analyse des Grundstücks.

Ein weiterer Aspekt bei der Planung sind die langfristigen Nutzungsmöglichkeiten. Neben der Bauzeit selbst sollten auch die Kosten für Wartung, Reinigung und Betrieb in die Überlegungen einfließen.

Der Pool im Garten als Ausdruck modernen Wohnens

Die wachsende Tendenz zum privaten Bereich hängt sicher auch mit der gesellschaftlichen Entwicklung zusammen. Immer mehr Menschen verbringen mehr Zeit zu Hause und stecken auch mehr Geld in die Gestaltung ihres Wohnumfeldes.

Ein Pool im Garten wird nicht nur Freizeit und Erholung bringen, der Standort im Grundstück wird das ganze Grundstück beeinflussen. Wasserflächen haben eine beruhigende Wirkung und schaffen eine besondere Stimmungslage im Garten.

Die gegenwärtigen Architektur- und Wohntrends zeigen sehr schön, dass man die Außenbereiche zunehmend als Bestandteil des Wohnraumes ansieht und die Bereiche nah bei einander liegenden Pools, Terrassen und Grünflächen zu einer Einheit miteinander verschmelzen, die das Leben im eigenen Heim entscheidend vielseitiger gestaltet.

Durch sorgfältige Planung kann der Garten so zu einem Raum geworden, der Erholung, Bewegung und gemeinsames Erleben verbindet.

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Anke Fröhlich studierte 2014-2018 Innenarchitektur an der Fachhochschule Trier und absolvierte ihr Studium als Diplom Ingenieur Innenarchitektin. Sie verbringt Zeit gerne damit, sich durch den Besuch von Möbel- und Designausstellungen inspirieren zu lassen, die Welt zu bereisen und verschiedene Stile und Kulturen zu erkunden.